Die Kulturszene in Stuttgart lebt von Menschen mit Ideen, Haltung und Lust, etwas zu bewegen. In unserem neuen Format „Jung. Laut. Kreativ. – 7 Fragen an …“ lernen wir sie kennen – persönlich und auf den Punkt, in sieben Fragen. Heute dabei: Anni – Modedesignerin.
1. Wer bist du und was treibt dich kreativ an?
Ich bin Anni, Modedesignerin mit Fokus auf conscious Fashion und 3D Design. Mein kreativer Motor ist definitiv etwas bewirken und verändern zu wollen, denn die Modewelt ist viel zu messy.
2. Wie bist du zu dem gekommen, was du heute machst?
Ich habe klassisch Modedesign studiert und dann auch 6 Jahre in der Branche gearbeitet. Nach der Insolvenz der Brand, für die ich als letztes designt habe, hab ich mir Zeit genommen Neues zu lernen und an der 3D-Akademie in Stuttgart eine Weiterbildung gemacht. Während des Bewerbungsprozesses danach ist mir aber klar geworden, dass ich nicht einfach ein Rädchen im Fashion Zirkus sein möchte, sondern meine Kreativität mit einem Purpose verbinden möchte und habe meine kleine recrafting Brand Fabu gegründet. Auslöser dafür war der Pop-Up BRYCKE von Hotel Central kuratiert.
3. Welche Rolle spielt Stuttgart (oder die Region) für dein Schaffen?
Ich komme hier aus der Gegend, bin nach 13 Jahren wieder hier hergezogen und finde es eine sehr gute Stadt und Region um einfach mal loszulegen. Klar durch den Support der Leute hier aber auch, weil Stuttgart kreatives und Neues echt feiert. Auch wenn es jetzt nicht die Stadt ist, die dafür bekannt ist.

Foto: Annika Sautter
4. Was würdest du sagen, zeichnet die Stuttgarter Kreativszene aus & wo siehst du Entwicklungspotenzial?
Ich finde, es sind alle total offen für neue Ideen und es ist easy mit Menschen zu connecten. Die Kreativen sind sehr supportive und es wird nicht nur nach sich selbst geschaut. Es könnte noch mehr Kreativräume geben, die vielleicht auch nicht rein Konsumgetrieben sind, wo auch kleine Artists stattfinden können.
5. Stuttgart und Kultur: Wo läuft’s gut und wo läuft’s gerade komplett schief?
Manchmal ist Stuttgart etwas elitär und weniger inklusiv was Kulturangebote angeht. Und die coolen kleinen Szenen sind oft etwas versteckt. Märkte und Musikangebote/Clubszene ist recht groß aber interaktives, Kunst für alle zugänglich machen ist meiner Meinung nach ausbaufähig.

Foto: Annika Sautter
6. Woran arbeitest du gerade und was steht als Nächstes an?
Ich arbeite gerade an einem Konzept wie ich Recrafting Fashion für viele zugänglich mache, ohne meine Arbeit unter Wert zu verkaufen. Neue Styles und evtl. weitere Künstler:innen Collabs sind auch geplant. Und bald werde ich bei einem Demokratie-Festival in Frankfurt mit Soliparty Second Hand Styles bedrucken und bin auch wieder beim MYOSOTIS Festival in Fellbach dabei.
7. Was sind deine kulturellen Empfehlungen?

Foto: Annika Sautter
Hier findet ihr Anni im Netz:
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Foto: Annika Sautter













