Umfrage: Eine Milliarde Euro für die Stuttgarter Oper?

Die Sanierung der baufälligen Stuttgarter Oper soll rund eine Milliarde Euro kosten. Nicht nur im Netz wird heiß diskutiert, ob das angemessen ist. Gerade aus der Stuttgarter Kulturszene kommt viel Unmut, da abseits der Hochkultur zuletzt einige Einrichtungen und Angebote schließen mussten. Der Grund: Fehlende finanzielle Unterstützung der Stadt.

VON SARAH LORENA WIEST UND TIM STEIDINGER

Viele Stuttgarter reagieren empört: Für die Sanierung der baufälligen Stuttgarter Oper soll rund eine Milliarde Euro investiert werden, während 2014 noch von 300 Millionen die Rede war. Gleichzeitig sind Stuttgarter Szene-Clubs vom Aussterben bedroht, einige mussten bereits schließen. Der stellvertretende Vorsitzende des Club Kollektiv Stuttgart e.V. Colyn Heinze hält die Erhaltung der Oper zwar für eine wichtige Investition für den Stuttgarter Tourismus, dennoch stellt er in Frage, „ob es sinnvoll ist, so eine riesige Summe in eine einzige Kulturform zu investieren. Wir sind trotzdem froh, dass wir eine Förderung von 90.000 Euro im Jahr bekommen“.

Das Nachtleben als Chance für die Stadt

Das Club Kollektiv Stuttgart e.V. ist ein Verein aus ca. 50 Veranstaltern und Clubbesitzern, der sich in der Kommunalpolitik unter anderem für die Erhaltung des Nachtlebens einsetzt. Laut Heinze könne man die Milliarden nachhaltiger investieren, z.B. in ein Interimsgebäude, das mehrfach genutzt werden kann: „Es wäre schön, wenn sich mehr Leute bei der Stadt darum kümmern, Stellen zu schaffen und nicht nach dem Motto ‚Oper ist Oper und bleibt so für die nächsten 100 Jahre‘ gehen würden“.

 

Fotos: STUGGI.TV

Reporterin vor Ort Sarah Lorena Wiest

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