Die Kulturszene in Stuttgart lebt von Menschen mit Ideen, Haltung und Lust, etwas zu bewegen. In unserem neuen Format „Jung. Laut. Kreativ. – 7 Fragen an …“ lernen wir sie kennen – persönlich und auf den Punkt, in sieben Fragen. Heute dabei: Hiba – Sängerin.
1. Wer bist du und was treibt dich kreativ an?
Hiii ich bin Hiba und mache Neo-Soul und Alternative RnB mit marokkanischen Wurzeln. Ich bin außerdem großer Jazz- und Minecraft-Fan. Was mich antreibt, ist dieses Gefühl von Leichtigkeit, wenn ich Musik mache und der Wunsch, Menschen zu erreichen, die meine Songs hören und sich denken: „Damn, genau so fühle ich mich auch, ich bin doch nicht alleine“
2. Wie bist du zu dem gekommen, was du heute machst?
Ich singe eigentlich schon, seit ich denken kann. Vor ein paar Jahren war ich auf einem Date und wurde gefragt, was mein größter Traum ist. Ich hab gesagt: Singen. Er hat gelacht, weil er wahrscheinlich dachte, ich kann’s nicht ernst. Dann hab ich ihm was gezeigt und er war plötzlich so überzeugt, dass er mir direkt einen Producer organisiert hat und der Rest ist Geschichte.

Foto: Hiba
3. Welche Rolle spielt Stuttgart (oder die Region) für dein Schaffen?
Ehrlich gesagt gibt es hier nicht so viel Space für die Musik, die ich mache. Ich kenne kaum Leute, die in die Richtung gehen, was ich manchmal schade finde. Gleichzeitig ist es aber auch genau das, was es spannend macht, man fällt schneller auf. Ich wünsche mir trotzdem mehr Jazz- und Soul- Szene hier.
4. Was würdest du sagen, zeichnet die Stuttgarter Kreativszene aus & wo siehst du Entwicklungspotenzial?
Die Kreativszene hier hat auf jeden Fall viel Potenzial und viele talentierte Leute, aber ich wünsche mir mehr Vielfalt, nicht nur Indie, Rap und Pop, sondern einfach mehr Mut für andere Sounds und Styles. Und vor allem mehr female Artists, die sich gegenseitig supporten, plus mehr female-driven Kollektive und Räume.
5. Stuttgart und Kultur: Wo läuft’s gut und wo läuft’s gerade komplett schief?
Gut läuft auf jeden Fall, dass immer mehr kreative Spaces und Events entstehen – wie Lost in Paradise oder auch Sachen, die ich selbst mache wie „Hiba and Friends“ mit Enea und Tilly oder „Hiba and Band“. Wo es noch fehlt, ist ehrlich gesagt die Club-Musik abseits von Techno, ich brauch mehr Soul, Funk und RnB. Trotzdem Shoutout an Olivia Ousman, die richtig eigenen Vibe reinbringt und die Szene gerade ein bisschen mit aufmischt.

Foto: Hiba
6. Woran arbeitest du gerade und was steht als Nächstes an?
Ich arbeite gerade an zwei neuen Singles „Wieder hier“ und „Thin Skin“, plus Visuals, worauf ich mich extrem freue. Außerdem arbeite ich mit Sumo.Music an einem Album, der richtig dumm gehen wird. Als Nächstes kommt auf jeden Fall meine Single „Thin Skin“.
7. Was sind deine kulturellen Empfehlungen?
- Musik: „Contre Temps“ von Flavien Berger ft. Bonnie Banane
- Buch: „Bin ich traumatisiert“ von Vera König
- Ort: Vaihingen Uni, hinten die große Wiese
- Veranstaltung: Lost in Paradise
- Serie: Beef (Staffel 1)
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Foto: Hiba













