Beim Cosplay Live Drawing des ITFS und der Comic Con Stuttgart treffen Skizzenbücher auf detailverliebte Kostüme. Ein Vormittag der besonderen Art.
Echte Menschen statt flacher Vorlagen
Im Festival Centre im Haus der Katholischen Kirche kommen am Mittwochvormittag Zeichen- und Cosplay-Fans zusammen. Der Ablauf ist ganz einfach: Abwechselnd posieren die Models auf der Bühne und halten ihre Positionen. Mit jeder Runde wird die Zeitspanne länger, damit die Zeichner:innen mehr Raum haben, auch die feinsten Details der Kostüme festzuhalten. In den Gesprächen vor Ort merkt man schnell, worin die Herausforderung liegt: Einen echten Menschen vor sich zu haben, ist ein ganz anderes Level, als nur ein statisches Bild vom Bildschirm abzuzeichnen.
Leidenschaft, die man sieht
Dieser direkte Blick schärft aber auch das Auge für das Handwerk, das hinter den Charakteren steckt. Spätestens aus der Nähe wird klar, dass Cosplay weit mehr ist als nur „Verkleiden“. Stundenlange Arbeit steckt in den Outfits. Doch nicht nur das Basteln erfordert Ausdauer, sondern auch das Stillstehen. Auf die (nicht ganz ernst gemeinte) Frage, wie man eine so dynamische Pose eigentlich so lange halten kann, folgt von den Models trocken die Antwort: „Viel Fitnessstudio!“ Ein bisschen sportliche Disziplin gehört hinter den Kulissen eben auch dazu.
Kreativität ohne Druck
Trotz dieser körperlichen Höchstleistung bleibt die Stimmung im Raum entspannt. Es herrscht eine konzentrierte, aber lockere Atmosphäre ohne jeden Leistungsdruck. Profis sitzen hier ganz selbstverständlich neben Hobby-Zeichnern und fangen die Charaktere in ihren völlig unterschiedlichen Stilen ein.
Foto: STUGGI.TV













