Die Kulturszene in Stuttgart lebt von Menschen mit Ideen, Haltung und Lust, etwas zu bewegen. In unserem neuen Format „Jung. Laut. Kreativ. – 7 Fragen an …“ lernen wir sie kennen – persönlich und auf den Punkt, in sieben Fragen. Heute dabei: Isabella – Singer & Songwriterin.
1. Wer bist du und was treibt dich kreativ an?
Ich bin eine Singer-Songwriterin aus Bietigheim und mache dreamy Indie- und Soul-Pop – irgendwo zwischen Melancholie und Leichtigkeit. Meine Songs entstehen oft aus sehr persönlichen Momenten, Gefühlen oder Gedanken. Mich treibt an, Stimmungen einzufangen und in etwas zu verwandeln, das auch für andere fühlbar wird.
2. Wie bist du zu dem gekommen, was du heute machst?
Musik war schon immer ein Teil meines Lebens. Mit neun habe ich angefangen, Gitarre zu spielen – inspiriert von Familienmitgliedern, die selbst Gitarre gespielt haben. Kurz danach habe ich schon versucht, eigene Texte zu schreiben, auch wenn das damals noch eher spielerisch war. Erst Jahre später habe ich das Singen und Songwriting wirklich für mich entdeckt. Ab dem Moment hat sich alles irgendwie zusammengefügt – und aus etwas, das immer da war, wurde etwas, das ich bewusst verfolge.
3. Welche Rolle spielt Stuttgart (oder die Region) für dein Schaffen?
Stuttgart hat für mein Schaffen eine wichtige Rolle gespielt. Es gibt hier viele Formate und Anlaufstellen, die einen wirklich unterstützen und fördern – wie zum Beispiel das Pop-Büro Region Stuttgart. Durch solche Strukturen, aber auch durch die Menschen vor Ort, habe ich mich musikalisch und persönlich stark weiterentwickelt. Die Szene ist vielleicht nicht immer laut, aber sie ist da – und sie bietet Raum, um zu wachsen und den eigenen Weg zu finden.

Foto: Isabella Montedoro
4. Was würdest du sagen, zeichnet die Stuttgarter Kreativszene aus & wo siehst du Entwicklungspotenzial?
Es gibt viele talentierte Leute hier, die sehr eigenständig arbeiten und ihren eigenen Stil durchziehen. Was manchmal fehlt, ist mehr Austausch und Sichtbarkeit – viele bleiben in ihren eigenen Bubbles. Ich glaube, da wäre noch viel mehr möglich, wenn man sich stärker verbindet und gegenseitig pusht.
5. Stuttgart und Kultur: Wo läuft’s gut und wo läuft’s gerade komplett schief?
Gut läuft, dass es immer wieder kleine, intime Formate gibt und viele engagierte Menschen, die sich für Kultur und neue Musik einsetzen.
Schwieriger ist es bei der langfristigen Unterstützung von Newcomer:innen. Oft hat man das Gefühl, dass man erst dann wirklich gefördert wird, wenn man schon eine gewisse Fanbase oder Reichweite aufgebaut hat. Genau das ist aber am Anfang der Knackpunkt – ohne Support ist es schwer, überhaupt so weit zu kommen. Da könnte insgesamt mehr Vertrauen und Investition in den Aufbau von Künstler:innen stattfinden.

Foto: Isabella Montedoro
6. Woran arbeitest du gerade und was steht als Nächstes an?
Ich arbeite gerade an neuer Musik und bin aktuell dabei, meine erste EP zu entwickeln, was für mich ein großer Schritt ist. Die EP wird zweisprachig – auf Englisch und Italienisch – ich habe ein klares Gefühl dafür, was ich musikalisch will und in welche Richtung es gehen soll. Als Nächstes möchte ich die Songs nicht nur releasen, sondern auch mehr nach außen tragen und live erlebbar machen. Parallel dazu bin ich auf der Suche nach passenden Partnern, die an mein Projekt glauben und mich langfristig unterstützen wollen.
7. Was sind deine kulturellen Empfehlungen?
Und wer Lust hat: Ich spiele am 18.04. beim Ballonblühen Festival im Blühendes Barock – kommt vorbei!
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Foto: Isabella Montedoro













