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Thomas Hitzlsperger über seine Pläne als neuer VfB-Boss

Die Würfel sind gefallen. Thomas Hitzlsperger hat sich gegen acht weitere Kandidaten durchgesetzt und steigt ab dem 15. Oktober zum Vorstandsvorsitzenden des VfB auf. Damit erweitert sich das Aufgabengebiet des bisherigen Sportvorstands auf strategische Prozesse, auch im Hinblick auf Finanzen und Marketing. Hitzlsperger möchte den „Mitarbeitern des Vereins eine Vision mitgeben, wohin der Weg des VfB Stuttgart gehen soll“. 

VON DAVID RAU UND JOHANNES FRANK

Die Vertragslaufzeit von Thomas Hitzlsperger bleibt gleich und läuft bis 2022. Der Vorstand des VfB Stuttgart wird weiterhin aus drei Personen bestehen, zumindest solange der Club in der zweiten Liga spielt. Bei einem Aufstieg könnte Sportdirektor Sven Mislintat in den Vorstand aufsteigen, um dort den Bereich Sport zu vertreten. „In der zweiten Liga ist ein Vierer-Vorstand nicht angemessen“, sagt VfB-Interimspräsident Bernd Gaiser. Der Aufsichtsrat hatte im Auswahlprozess Gespräche mit neun Kandidaten geführt, die ins Profil des VfB Stuttgart gepasst hatten. Vier von ihnen wurden zu Folge-Gesprächen eingeladen.

Warum sich der VfB für Thomas Hitzlsperger entschieden hat

Am Ende machte der bisherige Sportvorstand das Rennen. „Er verkörpert die Werte, die der VfB für den langfristigen Erfolg benötigt“, sagt Bernd Gaiser. Hitzlsperger stehe für sportliche Kompetenz, eine große Expertise in der Kommunikation und vor allem für eine große Leidenschaft für den VfB Stuttgart. In den letzten drei Jahren habe der ehemalige Nationalspieler gezeigt, dass er „auch entscheidungsstark ist“. Das habe er insbesondere beim Kaderumbau in diesem Sommer gezeigt. Obwohl Hitzlsperger keine ausgewiesene Erfahrung mit der Führung eines Wirtschaftsunternehmens hat, konnte er sich gegen seine Konkurrenten durchsetzen. Der Verein traut dem 37-jährigen Bayer zu, schnell in die Rolle des „Big Boss“ zu wechseln. „Er besitzt eine schnelle Auffassungsgabe“, lobt Gaiser.

Hitzlsperger: „Möchte die Potenziale beim VfB voll auss chöpfen“

Hitzlsperger selbst wollte „die Chance nicht verstreichen lassen“, der neue starke Mann beim Club aus Bad Cannstatt zu werden. „Mich hat schon immer mehr angetrieben als nur das Ergebnis am Wochenende.“ Er sähe beim VfB viele Möglichkeiten und Potenziale, die bisher noch nicht ausgeschöpft seien. „Klar ist es ein mutiger Schritt. Ich möchte auch täglich dazulernen“, sagt Hitzlsperger. Er sei sehr glücklich und auch stolz, einen großen Verein wie den VfB zu betreuen. „Ich bin mir der Größe der Aufgabe bewusst“, sagt der VfB-Meistertorschütze von 2007. Insgesamt geht es Hitzlsperger darum, die Richtung im Verein vorzugeben und die Mitarbeiter für ein Ziel zu begeistern.

 

Fotos: STUGGI.TV

Vom VfB berichtet David Rau

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