Was muss sich ändern, damit Mädchen* und junge Frauen* sicher, selbstbestimmt und mit gleichen Chancen leben können? Beim Weltmädchen*tag auf dem Stuttgarter Marktplatz gaben sie darauf ihre eigenen Antworten – in Reden, bei Mitmachaktionen und bei einer Demonstration.
Warum braucht es den Weltmädchen*tag?
Who run the world? Girls! Raum einnehmen. Laut sein. Und das Mädchensein feiern. Der Weltmädchen*tag soll Mädchen* stärken und auf die Benachteiligungen aufmerksam machen, die sie weltweit erleben. Die Vereinten Nationen erklärten deshalb den 11. Oktober zum Internationalen Mädchentag, um ihre Rechte und die besonderen Herausforderungen ihres Alltags sichtbar zumachen.
Mädchen* sein kann vieles bedeuten. Denn so vielfältig, wie die Mädchen* selbst sind auch ihre Lebenslagen. Wie frei sie ihr Leben gestalten können, hängt auch davon ab, unter welchen Bedingungen sie aufwachsen. Armut, Diskriminierung und Gewalt können ihnen dabei Grenzen setzen.
Von Mitmachaktionen zu konkreten Forderungen
Die Aktion in Stuttgart sollte MINTA*-Personen darin bestärken, für ihre eigenen Anliegen einzustehen. Im Mittelpunkt standen körperliche und sexuelle Selbstbestimmung, gleiche Chancen, Mitbestimmung und sichere Räume.
„Wir sind da und brauchen Platz“ lautete das Motto der Aktion. Isabel Hebgen, PR-Sprecherin des Weltmädchentags in Stuttgart und Sozialarbeiterin (M.A.) bei ZIMA, erklärte, dass Mädchen* und junge Frauen* erleben sollen, „dass sie ernst genommen werden, dass sie mitbestimmen dürfen“.
Auf dem Marktplatz war dafür reichlich Raum: Die Besucher:innen konnten sich informieren, miteinander ins Gespräch kommen und bei Foto- und Sprayaktionen sowie Tanzworkshops selbst ausprobieren.
In verschiedenen Beiträgen gaben die Rednerinnen persönliche Einblicke in ihr Leben und erzählten, was es für sie heißt, Mädchen* oder Frau* zu sein. Die Reden wurden teilweise in Gebärdensprache übersetzt. Mit ihren offenen Worten machten die jungen Frauen* deutlich, wie unterschiedlich ihre Erfahrungen sind, und was sie am Ende trotzdem verbindet. Anschließend ging es mit den Anliegen auf die Straße: Bei einer Demonstration zogen die Teilnehmer:innen durch Stuttgart. Am Platz der Kinderrechte übergaben sie ihre Forderungen an Barbara Straub, die Leiterin der Abteilung für Chancengleichheit.
Eindrücke von der Aktion und die Stimmen der Beteiligten gibt es in unserem Videobeitrag.
Foto: STUGGI.TV













