Die Kulturszene in Stuttgart lebt von Menschen mit Ideen, Haltung und Lust, etwas zu bewegen. In unserem neuen Format „Jung. Laut. Kreativ. – 7 Fragen an …“ lernen wir sie kennen – persönlich und auf den Punkt, in sieben Fragen. Heute dabei: Robert – Foto-& Videograf.
1. Wer bist du und was treibt dich kreativ an?
Ich bin Robert, oder auch rakete.visuals und arbeite als Foto- und Videograf, hauptsächlich im Musik und Event Bereich. Grundsätzlich treibt mich die Zusammenarbeit mit anderen kreativen Menschen an. In der Fotografie bin ich eher an dokumentarischen Arbeiten interessiert und ziehe neue Energie aus dem Schaffen von anderen Künstler:innen. Bei der Videoproduktion treibt mich Vor allem das Erschaffen neuer Welten und Szenerien an, in denen der/die Künstler:in stattfinden und seine/ihre Kunst präsentieren kann.
2. Wie bist du zu dem gekommen, was du heute machst?
Mit 12/13 habe ich angefangen eigene Musik zu machen und wusste seit dem, dass ich später irgendwas in dieser Branche machen will. Nach der Schule habe ich dann relativ planlos ein Studium an der Merz Akademie begonnen, ohne vorher jemals ernsthaft mit Kameras gearbeitet zu haben. Mit dem ersten Fotokurs habe ich diese Leidenschaft dann freigeschaltet und nicht mehr damit aufgehört. Während Corona wurde ich dann Mitglied des €$¥ Kollektivs. Im Rahmen der Pineapple Sessions musste ich als Videograf einspringen und stellte fest, dass mir das fast noch mehr Spaß macht. Also belegte ich noch ein paar Basic Video Kurse an der Hochschule und habe seit dem wahrscheinlich mehr Video- als Fotoprojekte umgesetzt.
3. Welche Rolle spielt Stuttgart (oder die Region) für dein Schaffen?
Stuttgart oder besonders die Stuttgarter Subkultur spielt eine riesige Rolle in meinem Schaffen. Hauptsächlich natürlich, weil die meisten Projekte mit anderen kreativen Köpfen aus der Region umgesetzt und auch zum Großteil in Stuttgart produziert werden.

Foto: rakete.visuals
4. Was würdest du sagen, zeichnet die Stuttgarter Kreativszene aus & wo siehst du Entwicklungspotenzial?
Ich habe das Gefühl, dass viele Kunstschaffende Menschen hier mit voller Überzeugung hinter dem stehen, was sie tun, egal wie erfolgreich oder nicht erfolgreich sie damit sind. Natürlich will jeder im besten Fall davon leben, ich erlebe aber kaum Menschen, die dafür ihr Schaffen irgendwie anpassen wollen, egal ob es um Musik, Visuelles oder Events geht. Dennoch gibt es noch großes Entwicklungspotenzial was die Vermarktung eben solcher Projekte angeht. Viele, ich inklusive, wehren sich immer noch dagegen das Potenzial von Social Media voll auszuschöpfen. Dabei bin ich mir sicher, dass es genügend Wege gibt seinen Content für z.B. TikTok zu optimieren ohne seine „Seele zu verkaufen“.
5. Stuttgart und Kultur: Wo läuft’s gut und wo läuft’s gerade komplett schief?
Ich denke ganz grundsätzlich läuft es sehr gut, wenn es darum geht, dass es genügend engagierte Menschen gibt, die etwas bewegen wollen. Nur leider verschwinden mehr und mehr Orte wo Kultur geschaffen bzw. zelebriert wird, das merken wir glaube ich alle.

Foto: rakete.visuals
6. Woran arbeitest du gerade und was steht als Nächstes an?
Aktuell liegt mein ganzer Fokus auf meinem neuen Projekt ODD ORCA. Hier kommen in regelmäßigen Abständen neue Musikvideos mit Musiker:innen aus verschiedensten Genres. Außerdem bekommt man in Short Videos viele Eindrücke von den Produktionen. Alle Videos sind schwarz-weiß, es wird mit kaum Budget und ganz kleinen Teams gearbeitet. Das Ziel ist eine Plattform zu schaffen bei der ich meine Liebe zu Musik und Musikvideos ausleben und Künstlern eine Möglichkeit bieten kann ihre Reichweite zu erhöhen.
7. Was sind deine kulturellen Empfehlungen?
Da ich gerade die zweite Staffel gesehen habe empfehle ich ganz dringend die Netflix Serie „Der Kastanienmann“, das Musikvideo zu „Storm“ von Gener8ion feat. Yung Lean und einfach nochmal alles von Supertramp anhören!!
Hier findet ihr Robert im Netz:
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Foto: rakete.visuals













