Jung. Laut. Kreativ. – 7 Fragen an Marius Bornmann
Veröffentlicht am 30. Juni 2026
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Die Kulturszene in Stuttgart lebt von Menschen mit Ideen, Haltung und Lust, etwas zu bewegen. In unserem neuen Format „Jung. Laut. Kreativ. – 7 Fragen an …“ lernen wir sie kennen – persönlich und auf den Punkt, in sieben Fragen. Heute dabei: Marius Bornmann – Schlagzeuger.
1. Wer bist du und was treibt dich kreativ an?
Ich bin Marius, Schlagzeuger aus Stuttgart und vor allem in der Band „Heisskalt„ aktiv. Kreativen Antrieb bekomme ich durch die guten und die schlechten Zeiten, aber auch durch das Aufsaugen der Kunst um mich rum. Ein Besuch im Museum, im Kino oder im Theater oder einfach ein langer Spaziergang durch Stuttgart an einem sonnigen Tag oder einer lauen Nacht.
2. Wie bist du zu dem gekommen, was du heute machst?
Ich hab einfach als kleiner Junge angefangen und dann nie wieder aufgehört. Irgendwann hab ich über eine Mischung aus Internet und der regionalen Bandszene meine heutigen Bandkollegen kennengelernt und bin einfach immer durch die nächstbeste Tür gelaufen, die sich geöffnet hat.
3. Welche Rolle spielt Stuttgart (oder die Region) für dein Schaffen?
Stuttgart als Wohnort ist für mich Ruhepol, an dem ich mich wohl genug fühle um zu sein wie ich sein will, auch wenn das noch lange nicht heißt, dass ich zuhause Schlagzeug üben darf. Maybe someday…
4. Was würdest du sagen, zeichnet die Stuttgarter Kreativszene aus & wo siehst du Entwicklungspotenzial?
Ich nehme die Stuttgarter Kreativszene heute als einen Ort wahr, an dem man sich gegenseitig unter die Arme greift. Der unglaublich viele Talente und unterschiedlichste Ideen und Gefühle in sich versammelt. Manchmal denk ich, ich hab schon alles hier gesehen und begegne dann doch nochmal ganz neuen Menschen. Vielleicht liegt da auch das Potenzial – noch mehr Begegnungsstätten zu schaffen.
5. Stuttgart und Kultur: Wo läuft’s gut und wo läuft’s gerade komplett schief?
Schön finde ich, dass es Leute gibt, die sich richtig Mühe geben, etwas auf die Beine zu stellen, an das sie glauben. Da seien beispielsweise das Juha West, das Merlin oder dasCann stellvertretend genannt. Aber auch die Menschen vom Im Wizemann oder dem PopBüro halten meiner Meinung nach spürbar die Fahne hoch für Subkultur, was bestimmt nicht immer einfach sein kann.
Schief läuft es nämlich meines Erachtens überall da wo Geld oder Platz für Kunst und Subkultur im speziellen benötigt wird. Ich als Berufs-Schlagzeuger habe beispielsweise nicht das Gefühl, dass die Stadt mich einlädt meinen Beruf hier auszuführen. Ich habe meinen Proberaum (gleichzeitig den meiner Band) ausserhalb der Landeshauptstadt gefunden.
6. Woran arbeitest du gerade und was steht als Nächstes an?
Mit Heisskalt werden wir im Herbst unser erstes Album von 2014 + unsere erste EP von 2013 am Stück und in voller Länge auf die Bühne und auf Tour bringen. Dazu sind die Vorbereitungen natürlich in vollem Gange.
Ob wir auch ein neues Album schreiben werden? Wer weiß…
Ausserdem bin ich grad emsig dabei mein Unterrichtsangebot auszuweiten.
7. Was sind deine kulturellen Empfehlungen?
Völlig weggeblasen hat mich das Stück „Die Welt im Rücken“ im Schauspiel von Lucia Bihler.
Auch sollte man sich unbedingt den Kurzfilm „Im Auto Tapes und Butterbrot“ der Stuttgarter Regisseurin Kiana Naghshineh anschauen (gibt’s auf Arte).
Und um noch 2 mal tolle Musik aus Stuttgart zu hören, zieht euch die aktuellen Alben von Rikas und Julian Knoth rein.
Vielleicht sei zuletzt noch der tolle Roman von Jean-Philippe Kindler „Hier ist der Beginn und das Ende ist dort“ erwähnt. Es gibt einfach so viele gute Sachen.
Hier findet ihr Marius im Netz:
➡️ Mehr Kultur aus Stuttgart? Weitere Porträts und Interviews hier auf STUGGI.TV
Foto: Yasmin Sara-Ergen













