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Stuttgart heute

Weniger Geld bei Krankheit? Berlin diskutiert über Lohnfortzahlung

Anna-Marie Hefler Veröffentlicht am 16. April 2026
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Krankmeldungen auf Rekordniveau, Milliardenkosten für die Wirtschaft: In Berlin wird über Kürzungen bei der Lohnfortzahlung diskutiert – was das für Beschäftigte bedeuten könnte.

Krankenstand auf hohem Niveau

Der Krankenstand in Deutschland liegt seit Jahren auf einem hohen Niveau. Im Schnitt fehlen Beschäftigte rund 20 Tage pro Jahr, wie aktuelle Zahlen der DAK zeigen. Für die Wirtschaft hat das spürbare Folgen: Jährlich entstehen Kosten von rund 40 Milliarden Euro. Der Druck, die bestehenden Regelungen zu überdenken, wächst entsprechend.

Nun bekommt die Debatte neuen Schwung. Laut Medienberichten prüfen Union und SPD derzeit Änderungen bei der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall: mit möglichen finanziellen Einbußen für Beschäftigte.

Weniger Geld im Krankheitsfall? Diese Vorschläge stehen im Raum

Wie „Bild“ unter Berufung auf Koalitionskreise berichtet, wird unter anderem diskutiert, den Zeitraum zu verkürzen, in dem Arbeitgeber den vollen Lohn weiterzahlen müssen. Aktuell gilt: Bei Krankheit wird das Gehalt bis zu sechs Wochen lang vollständig gezahlt, erst danach greift das Krankengeld der gesetzlichen Kassen. Dieses liegt in der Regel bei 70 Prozent des Bruttoverdienstes, maximal aber bei 90 Prozent des Nettogehalts.

Außerdem steht die Überlegung im Raum, die Lohnfortzahlung auf einmal pro Jahr zu begrenzen. Beide Varianten hätten für Arbeitnehmer:innen spürbare finanzielle Folgen.Besonders umstritten ist zudem die mögliche Wiedereinführung eines Karenztages, denn das würde bedeuten: Am ersten Krankheitstag gäbe es kein Gehalt mehr.

In Regierungskreisen heißt es zugleich, dass „am Ende nur gilt, was insgesamt geeint wurde“. Klar ist aber: Deutschland habe „die höchste Zahl von Krankentagen in Europa“ und beide Koalitionspartner wollen diese senken.

Zwischen Kostendruck und Fehlanreizen

Ziel der Überlegungen ist es vor allem, Kosten zu reduzieren und mögliche Fehlanreize zu begrenzen. Kritiker argumentieren seit Längerem, dass das deutsche System der Lohnfortzahlung, auch im Vergleich zu anderen Ländern, zu großzügig ausgestaltet ist.

Gerade beim Karenztag zeigt sich jedoch, wie komplex die Effekte sind. Ökonomisch betrachtet kann eine solche Regelung kurzfristig wirken: Wenn Beschäftigte einen Teil der Kosten selbst tragen, sinkt die Zahl der Krankmeldungen. Wer am ersten Tag kein Geld bekommt, überlegt sich womöglich genauer, ob er sich krankmeldet. 

Gleichzeitig hat das System deutliche Nebenwirkungen. Vor allem Geringverdiener:innen wären betroffen, da viele keine finanziellen Rücklagen haben. Für sie bedeutet ein Karenztag spürbare Einkommensverluste.

Wenn Kranke arbeiten gehen: Die unterschätzte Nebenwirkung

Auch insgesamt ist die Wirkung von Karenztagen nicht eindeutig. Ein Policy Brief des ZEW-Ökonomen Nicolas Ziebarth kommt zu einem kritischen Ergebnis: Sie führen nicht zwingend zu weniger Fehlzeiten – im Gegenteil könnten sie diese sogar erhöhen.

Studien weisen auf ein zentrales Risiko hin: den sogenannten „Präsentismus“. Beschäftigte gehen häufiger krank zur Arbeit, um Lohneinbußen zu vermeiden, und stecken dabei unter Umständen Kolleginnen und Kollegen an. Solche Effekte wurden etwa in den USA beobachtet, wo eine bessere Lohnfortzahlung mit sinkenden Infektionsraten einherging.

Auch Ergebnisse aus Schweden deuten in eine ähnliche Richtung. Dort zeigt eine Studie, dass großzügigere Regelungen, also etwa kein Karenztag und eine höhere Lohnfortzahlung, mit weniger Fehlzeiten einhergehen können. Ein möglicher Grund für dieses zunächst überraschende Ergebnis: Wenn es Karenztage gibt, neigen Beschäftigte dazu, Krankheitsphasen eher auszudehnen, um bei einer zu frühen Rückkehr keinen erneuten unbezahlten Krankheitstag zu riskieren.

Statt Kürzungen empfehlen Forschende etwa vom ZEW (Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung) Maßnahmen wie Teilzeitkrankschreibungen, betriebliche Impfangebote und positive Anreizsysteme, die nachweislich wirksamer sind als Sanktionen.

Teil einer größeren Reformdebatte

Die Diskussion steht nicht isoliert. Die Krankenversicherungen stehen finanziell unter Druck, die Ausgaben steigen kontinuierlich. Gesundheitsministerin Nina Warken hat bereits umfassende Reformen angekündigt, um das System zu stabilisieren.

Die Vorschläge zur Lohnfortzahlung dürften jedoch auf Widerstand stoßen. Gewerkschaften warnen vor Einschnitten bei einer zentralen sozialen Absicherung. Die IG Metall bezeichnete entsprechende Überlegungen als unverschämt und fatal. „Wer Karenztage aus der Mottenkiste holt, greift die soziale Sicherheit an und fördert verschleppte Krankheiten“, sagte Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Urban.

Ob und welche Änderungen tatsächlich umgesetzt werden, ist offen. Klar ist jedoch: Die Debatte über die Lohnfortzahlung berührt grundlegende Fragen der sozialen Absicherung und könnte für viele Beschäftigte spürbare Folgen haben.


Foto: KI generiert




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Anna-Marie Hefler

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