SPD-Spitzenkandidat Stoch: „Grüne im Wahlkampf kaum wiederzuerkennen“
Vor der Landtagswahl am 8. März haben wir den SPD-Spitzenkandidaten Andreas Stoch zu uns ins Studio eingeladen. Im Interview ging es um den Zustand der Landespolitik, um Lehrkräftemangel, um Migration, und um Stochs deutliche Kritik am Kurs der Grünen im Wahlkampf.
SPD aktuell auf Platz vier
In den aktuellen Umfragen liegt die SPD in Baden-Württemberg derzeit hinter der CDU und den Grünen und auch hinter der AfD. Andreas Stoch erklärt die schwachen Umfragewerte seiner Partei zum einen damit, dass sie in Baden-Württemberg seit 2011 vor allem im Mitte-links-Spektrum Wähler*innen an die Grünen verloren habe, auch aufgrund der Beliebtheit von Winfried Kretschmann. Zum anderen habe die gescheiterte Bundesregierung der vergangenen Jahre aus Stochs Sicht das Vertrauen vieler Menschen in die SPD langfristig geschädigt. Trotzdem betont er: Immer wenn die SPD Verantwortung getragen habe, habe sie Politik „für viele Menschen“ gemacht, und genau darum gehe es auch jetzt wieder.
Kritik am Kurs der Grünen
Für den Wahlkampf der Grünen findet Stoch klare Worte. Der Spitzenkandidat der Grünen Cem Özdemir bringe zwar hohe Bekanntheit mit, als Bundespolitiker habe er aber „von Landespolitik nicht so viel Ahnung“. Insgesamt seien die Grünen „im Wahlkampf kaum wiederzuerkennen“ und Stoch wirft Özdemir zudem vor, Positionen zu behaupten, die seine Partei im Landtag in den letzten Jahren nicht umgesetzt, teils sogar verhindert habe. Auch beim Thema Palantir kritisiert er explizit die Grünen, die dem Vorgehen im Landtag am Ende zugestimmt haben.
Lehrermangel und „Unterrichtsgarantie“
Klarheit in der Migrationsfrage
Beim Thema Flucht und Migration ist Stoch für einen Kurs, der konsequentes Vorgehen gegen Straftäter und echte Integrationschancen für die große Mehrheit, die sich an Regeln hält und im Arbeitsmarkt gebraucht wird, zusammenbringt. Scharf kritisiert er Maßnahmen, die vor allem auf hohe Abschiebezahlen zielen: Wenn gut integrierte Menschen abgeschoben werden, während problematische Fälle liegen bleiben, verletze das das Gerechtigkeitsempfinden vieler.













