Hast du schonmal Wahlplakate gesehen, die polarisieren? Die Ausstellung „Wahlkampf radikal“ zeigt, dass politische Provokation im Wahlkampf kein neues Phänomen ist.
Radikale Botschaften im historischen Wahlkampf
Die Ausstellung „Wahlkampf radikal“ im Haus der Geschichte Baden-Württemberg zeigt unter anderem, wie extremistische Parteien in Baden-Württemberg Wahlkampf betrieben haben und damit teilweise politische Erfolge erzielten. Zu sehen sind Wahlkampfzeitungen, Flugblätter und Parteipropaganda, aber auch Fernsehbeiträge, in denen die Bevölkerung selbst zu Wort kommt. Die Ausstellung zeigt, wie widersprüchlich politische Botschaften innerhalb einzelner Parteien sein konnten. Gleichzeitig wird deutlich, dass linksextreme, rechtsextreme und rechtspopulistische Parteien zeitweise auch den Einzug in die Landespolitik schafften. Im Interview mit dem Kurator der Ausstellung, Sebastian Dörfler, erfahren wir die Hintergründe und Ziele der Ausstellung.
Parallelen zur Gegenwart
Ergänzt wird die Ausstellung durch eine Social-Media Installation von Studierenden der Hochschule der Medien Stuttgart. Sie zeigt, wie Parteien heute auf Plattformen wie Instagram und TikTok um junge Wähler*innen werben. Meistens wird mit kurzen Clips, emotionalen Botschaften und klaren Vereinfachungen gearbeitet. Der direkte Vergleich zwischen historischen Wahlkämpfen und heutiger Social-Media Kommunikation macht deutlich: Die Kanäle haben sich verändert, aber viele Mechanismen sind geblieben. Genau dieser Vergleich macht „Wahlkampf radikal“ besonders aktuell und lädt dazu ein, politische Botschaften bewusster zu hinterfragen.
Fotos: STUGGI.TV














