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Kinofilm „Werk ohne Autor“ im Check: Brutal, aber zutiefst fesselnd

Inspiriert von wahren Begebenheiten erzählt Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck in seinem Kino-Drama „Werk ohne Autor“ die Geschichten des jungen Künstlers Kurt Barnert (Tom Schilling), seiner großen Liebe Elisabeth (Paula Beer) und deren Vater Professor Seeband (Sebastian Koch). Unsere Redakteurin hat sich den Film angeschaut und mit dem oscarprämierten Regisseur gesprochen. 

VON MARLENE TURREY

Im Gespräch mit STUGGI.TV erzählt Florian Henckel von Donnersmarck, dass es ihm wichtig war, die grausamen Verbrechen der Zeit wahrheitsgetreu darzustellen. „Am Set waren Historiker mit dabei und haben uns dabei geholfen“, sagt Henckel von Donnersmarck. Mit dem Film möchte er den „zum Teil vergessenen Opfern“ ein Denkmal setzen. Die Geschichte des Films ist inspiriert von wahren Begebenheiten. In den Zeiten des geteilten Deutschlands gelingt es dem jungen Künstler Kurt Barnert (Tom Schilling) aus der DDR zu fliehen. Doch auch in der BRD wird er von den Erinnerungen seiner Kindheit immer wieder eingeholt. Erst als er seiner großen Liebe Elisabeth (Paula Beer) begegnet, beginnt er diese Traumata in seinen Bildern zu verarbeiten. Sein Glück wird jedoch durch die schwierige Beziehung zu seinem Schwiegervater Professor Seeband (Sebastian Koch) getrübt, der scheinbar eine Mitschuld an den traumatischen Ereignissen in Kurts Leben trägt.

Florian Henckel von Donnersmarck in Stuttgart (Foto: STUGGI.TV)

Florian Henckel von Donnersmarck im Kino „Atelier am Bollwerk“ in Stuttgart

Kinostart: 3. Oktober 2018

Länge: 188 Minuten

Regie: Florian Henckel von Donnersmarck

Schauspieler: Tom Schilling, Sebastian Koch, Paula Beer u.v.m.

Genre: Drama

FSK: ab 12 Jahren

Trailer: Erste Eindrücke zum Film „Werk ohne Autor“

Lohnt sich der Kinobesuch? Das sagt unsere Redakteurin Marlene Turrey:

Die Filmlänge von 188 Minuten hat mich zuerst abgeschreckt, doch der Film ist zwar lang, jedoch nie langweilig. Florian Henckel von Donnersmarck sagte: „Ich hätte aus dem Film auch eine Serie machen können“. Weil er das Kino jedoch zu sehr liebt, entschied er sich für die Filmvariante. Manche Szenen sind fast unerträglich und nichts für schwache Nerven, doch gerade diese Ehrlichkeit in den bildgewaltigen Szenen machen den Film so fesselnd und sehenswert. Ein spannender Thriller, der die tragischen Erlebnisse der Bewohner des geteilten Deutschlands beleuchtet.

 

Fotoquelle: ©2018 BUENA VISTA INTERNATIONAL / Pergamon Film / Wiedemann & Berg Film

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