Food-Check (8): Bulgarische Traditionen im „Poushe Strudelhaus“

Ein Café, das sich nur auf süße Strudel spezialisiert hat – das gibt es im Poushe Strudelhaus in Stuttgart-Vaihingen. Unsere Redakteurin Janina Bytzek hat die süßen Versuchungen für euch getestet.

VON JANINA BYTZEK

Push? Pusche? Oder doch Pusché? Das Poushe (sprich: „Poushé“) Strudelhaus in Stuttgart-Vaihingen ist ein ursprünglich aus Zürich stammendes, kleines Familienunternehmen. Die Mutter und die drei Töchter der Familie Suter backen täglich Strudel-Rezepte nach Familientradition selbst. Die Rezept-Inspiration stammt dabei aus ihrer Heimat Bulgarien und wurde teilweise über mehrere Generationen überliefert.

VIDEO: Das sagt die STUGGI.TV Redakteurin zum „Poushe Strudelhaus“:

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Die Location: Dorf-Atmosphäre von außen, Hipster-Café von innen

Zwar befindet sich das Café am „Rathausplatz“, damit ist aber ausnahmsweise nicht das Stuttgarter Rathaus gemeint. Von der Stadtmitte kommend muss man also ein Stückchen fahren, aber bekommt dafür eine ganze Portion Vorstadt-Atmosphäre mit. Entspannende Musik und moderne Inneneinrichtung mit gemütlichen Sitzkissen laden zum Entspannen bei einer gemütlichen Tasse Kaffee ein. Am Wochenende und nachmittags könnte es mit dem Sitzplatz dennoch schwierig werden, weil das Café nur Platz für ungefähr 20 Leute bietet. Wer nicht warten möchte, kann sich alles auch „to go“ bestellen.

Hier findet ihr das Poushe Strudelhaus:

Adresse: Rathausplatz 5, 70563 Stuttgart

Öffnungszeiten: täglich, 10:00 – 18:00 Uhr

Der Service: Freundlich, aber unaufmerksam

Sowohl Getränke, als auch die Vanillesauce werden frisch zubereitet und die offene Theke ermöglicht einen Einblick hinter die Kulissen. An der Theke steht außerdem ein Behälter mit kostenlosem Zitronenwasser zur Verfügung, was allerdings dazu führt, dass dieses auch wieder raus muss. Toilette: Fehlanzeige. Hierfür muss man das Lokal verlassen und die öffentlichen Toiletten in der Stadt nutzen. Gewöhnungsbedürftig ist auch, dass man jedes mal aufstehen und die Bestellung selbst an der Theke abholen muss. Die Bedienung war zwar durchgehend freundlich, allerdings musste sie sowohl beim Bestellvorgang, als auch beim Bezahlen nachfragen.

Der Geschmack: Die perfekte Mischung für den süßen Zahn

Hier isst das Auge definitiv mit: Neben dem klassischen Apfelstrudel mit Zimt und Zucker gab es bei unserem Besuch außerdem die Upgrades mit karamellisierten Walnüssen oder Schokoglasur und Cheesecake-Mohnstrudel zur Auswahl. Wer möchte, kann sich dazu warme, hausgemachte Vanillesauce servieren lassen. Fun Fact: Das Restaurant bekam seinen Namen durch das Haus-Schweinchen „Poushe“ der bulgarischen Gründerfamilie. Das Grundrezept der Strudel ist aber vegan. Außerdem ist alles, was man auf der Theke findet, handgemacht. Im Advent können sich die Besucher auf weihnachtliche Specials wie frisch zubereiteten Früchtepunsch oder XXL-Vanillekipferl freuen. Wegen der Verzierung traut man sich teilweise gar nicht, die Strudel anzuschneiden. Ein Paradies auch für Hobby-Instagram-Blogger also.

Die Preise: Entsprechen der guten Qualität

Ein Strudel kostet je nach Ausführung zwischen 5 und 6 Euro, wobei die Sauce im Preis inbegriffen ist. Einen Kaffee gibt’s für 2,80 Euro, fancy Getränke wie den Kardamom Latte für 3,80 Euro. Pluspunkt: Die vielen unterschiedlichen Tee- und Limo-Kreationen sind alle bio und Fairtrade.

Jetzt wird es ernst: Die Punktevergabe für das „Poushe Strudelhaus“

  • Location = 2
  • Service = 1,5
  • Geschmack = 4
  • Preis/Leistung = 3

Gesamtpunktzahl: 2,6 von 5 Punkten

 

Fotos: STUGGI.TV

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