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Food-Check (18): Bei „Kaiser und Schmarrn“ gibt es nicht nur Süßes

Das typische Wiener Schnitzel und der süß duftende Kaiserschmarrn. Daran denken wahrscheinlich die meisten in Zusammenhang mit der österreichischen Küche. In der Brennerstraße hat sich jetzt das Restaurant „Kaiser und Schmarrn“ den Spezialitäten aus dem Nachbarland verschrieben. Unser Redakteur Felix Wieland hat den „Food-Check“ gemacht.

VON FELIX WIELAND

Die österreichische Küche hat einige Leckerbissen herausgebracht, die wir auch in Deutschland sehr zu schätzen wissen. Vor allem das Wiener Schnitzel, oder zumindest das Schnitzel Wiener Art, dürfte in den meisten Restaurants des Landes ein echter Verkaufsschlager sein. Doch Österreich hat kulinarisch noch viel mehr zu bieten als das Schnitzel. Auch wenn die Autofahrt in das Nachbarland nicht unmöglich ist, wäre sie zum Essen allein wohl ein wenig übertrieben. Neugierigen und Liebhabern der österreichischen Küche leistet das „Kaiser und Schmarrn“ jetzt Abhilfe. Hier gibt es ein Stück Österreich mitten im Herzen Stuttgarts.

VIDEO: Das sagt unser STUGGI.TV Redakteur zum „Kaiser und Schmarrn“

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Hier findet ihr das „Kaiser und Schmarrn“:

Adresse: Brennerstraße 23, 70182 Stuttgart

Öffnungszeiten: Di. – Sa.: 18:00 – 01:00

Die Location: Rustikal und modern zugleich

Das „Kaiser und Schmarrn“ liegt in der sehr ruhigen Brennerstraße nicht weit von der U-Bahn-Haltestelle Charlottenplatz. Schon beim Eintreten wirkt das Restaurant sehr nobel und einladend. Die Wände sind grün gestrichen und haben im unteren Bereich eine ebenfalls grüne etwas rustikale Holzvertäfelung. Zusammen mit dem warmen Licht der Deckenlampen und dem dunklem Parkettboden entsteht ein sehr stimmiger Raum in dem man es sich gerne gemütlich macht. Eine Bar mit spiegelnder Oberfläche vervollständigt das edle Bild und verleiht dem Restaurant einen ganz besonderen Charme. Das einzige Manko: Wer bei sommerlichem Wetter gerne draußen essen möchte wird sich vermutlich schwer tun. Vor dem Lokal stehen nur drei Tische, die dazu noch sehr klein sind.

Der Service: Mit Grüßen vom Chef

Das Personal im „Kaiser und Schmarrn“ agierte uns gegenüber sehr freundlich und unkompliziert. Bestellungen wurden immer gerne und zügig entgegengenommen und auch das Essen stand schnell auf dem Tisch. Der Koch besuchte uns sogar persönlich an unserem Tisch und bedankte sich für unseren Besuch und erkundigte sich nach dem Essen. Hier muss jedoch vielleicht erwähnt werden, dass wir an einem sehr ruhigen Abend mit nur wenigen Gästen zu Besuch waren.

Neben diversen österreichischen Spezialitäten, fehlte eine sehr prominente auf der Speisekarte: Der Kaiserschmarrn. Auf den müssen die Besucher jedoch nicht verzichten. Ab circa 22 Uhr serviert der Koch seinen Kaiserschmarrn als kleines Gratis-Dessert an all seine Gäste. Davor gibt es den Namensgeber des Restaurants jedoch nicht. Der wird nämlich erst dann gemacht, wenn nach dem Kochen der normalen Gerichte in der Küche wieder richtig Platz ist.

Der Geschmack: Schmackhafte Gerichte auf der gesamten Speisekarte

Bei unserem Besuch im „Kaiser und Scharrn“ bestellten wir Vorarlberger Käsknöpfle, Wachauer Lammrücken und einen Zander Müllerin. Die Beilagen zum Hauptgericht muss man sich außerdem individuell dazu bestellen. Zum Lamm und Zander bestellten wir uns daher noch jeweils eine Portion Petersilerdäpfel. Allgemein sollte im „Kaiser und Schmarrn“ jeder etwas für seinen Geschmack finden. Die Speisekarte ist zwar relativ übersichtlich gehalten und quillt nicht über vor verschiedenen Gerichten, doch was auf der Karte steht trifft die verschiedensten Geschmäcker. Mit Fleischgerichten, Fischgerichten und Vergetarischem ist für jeden etwas dabei. Für alle die gerne süß essen, empfiehlt sich zudem der Rahmstrudel oder die Mozartknödel mit Preiselbeeren.

Die Preise: Für den normalen Schüler- und Studentengeldbeutel zu teuer

Bei den Preisen liegt der große Haken beim „Kaiser und Schmarrn“. Für den normalen Schüler- und Studentengeldbeutel taugt das Restaurant an einem normalen Abend nichts. Hierfür sind die Gerichte einfach zu kostspielig. Das teuerste Gericht auf der Karte ist der Wachauer Lammrücken mit 23,50 Euro. Wer etwas günstiger Essen möchte, bekommt zwar beispielsweise auch ein Wiener Schnitzel für 9 Euro, doch steigt bei allen Speisen der Preis durch die separat gehaltenen Beilagen nochmals an. Wer zu seinem Hauptgericht noch eine Vorspeise möchte, greift also richtig tief in die Tasche. Zugegebenermaßen sind alle Speisen geschmacklich und qualitativ sehr stark, doch gerade für junge Leute taugt das schicke „Kaiser und Schmarrn“ wahrscheinlich vor allem bei besonderen Anlässen, aber nicht für den spontanen Abend mit Freunden.

Jetzt wird es ernst: Die Punktevergabe für das „Kaiser und Schmarrn“:

  • Location = 3,5
  • Service = 4
  • Geschmack = 4
  • Preis/Leistung = 2,5

Gesatmpunktzahl: 3,5 von 5 Punkten

 

Fotos: STUGGI.TV

Redakteur Felix Wieland

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