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Food-Check (1): Das Frittenwerk – Die Pommesbude 2.0

Ob gecurlt, aus dem Ofen oder der Fritöse – der beste Weg eine Kartoffel zuzubereiten, sind wohl immer noch Pommes. Das „Frittenwerk“ hat sich in zahlreichen Städten Deutschlands durch seine sogenannten „Poutines“ mit allerlei Toppings einen Namen gemacht. Nun hat im Stuttgarter Milaneo eine Filiale eröffnet. Wir haben das Frittenwerk zum Auftakt unserer neuen „Food-Check“-Serie getestet.

VON JANINA BYTZEK

Es ist schon erstaunlich, was man alles mit frittierten Kartoffeln anstellen kann. Neben der Standard-Portion „Hausfritten“ mit Ketchup (Next Level: Knoblauch- oder Süßkartoffelpommes) bietet das Frittenwerk bei unserem Besuch acht verschiedene Poutines, was frei übersetzt so viel heißt wie „Sauerei“. Dazu gibt es Toppings von den klassischen Chili Cheese Fries über Guacamole, Hühnchen, Rahm- und Bratensaucen bis hin zu veganer Bolognese oder Falafel. Man könnte auch von der Portion Pommes 2.0 sprechen.

VIDEO: Das sagt die Redakteurin zum „Frittenwerk“

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Die Location: Das Frittenwerk befindet sich im Milaneo

Über den Charme von Einkaufszentren wie dem Milaneo lässt sich streiten. Die Stuttgarter Filiale des Frittenwerks befindet sich im obersten Stockwerk des Milaneo, im sogenannten Food Court. Mit der Entscheidung, nicht in die Innenstadt zu ziehen, sondern in Stuttgarts größten Einkaufstempel, versucht man das hungrige und konsumfreudige Shopping-Publikum zu erreichen. Im Food Court herrscht die klassische amerikanische Kaufhaus-Atmosphäre, wirklich entspannt geht es hier nie zu. Vor uns hat sich zur Abendzeit eine lange Schlange gebildet, die die Lust auf das Mahl nicht gerade steigerte. Positiv ist jedoch die elektronische Karte und der Flyer, die sich direkt am Eingang befinden. So kann man die Wartezeit damit verbringen, sich Gedanken über die Bestellung zu machen.

Hier findet ihr das Frittenwerk:

Adresse: Milaneo Einkaufszentrum, 2.OG, Mailänder Platz 7, 70173 Stuttgart

Öffnungszeiten: Mo-Sa 11:00-20:00 Uhr (freitags bis 21:30 Uhr)

Beim Betreten der Filiale wird man direkt mit der großen Auswahl an bunt gemixten Poutines konfrontiert, sodass die Auswahl eines Gerichts erst mal unübersichtlich erscheint. So viel Instagram-Potential sieht man selten auf einem Haufen. Zudem bietet das Restaurant einige Sitzplätze. Wenn viel los ist, reichen diese allerdings kaum aus. Für einen Donnerstagabend war es zudem sehr voll und laut.

Der Service: Der Bestellvorgang ist kreativ, aber die Bedienung ist gestresst

Mein persönliches Highlight: Kreativität zeigt das Frittenwerk nicht nur in der Auswahl der Gerichte, sondern auch im Service. Die Bestellungen selbst werden nicht aufgerufen, sondern durch Codewörter wie „Tweety“, „Starfish“ oder „Tinkerbell“ ersetzt, die man auf dem Kassenzettel findet. Ein Nachteil dabei ist, dass die Kunden das zunächst gar nicht verstehen, weil sie vor der Bestellung nicht informiert werden. Klar macht das den Besuch zu einer besonderen Erfahrung, aber vor allem in einem vollen Restaurant bleibt es schlecht verständlich und sorgt für Verwirrung. Insgesamt war der Bestellvorgang etwas hektisch und die Bedienung merklich gestresst. Dennoch konnten wir spontan Änderungen an der Bestellung äußern.

Der Geschmack: Die Pommes schmecken einzigartig

Wir haben uns für gewöhnungsbedürftige Kombinationen entschieden: Einmal die sogenannten „Bolofritten“, das sind Hausfritten mit veganer Bolognese, dazu Rucola, Salsa, Chili-Pesto und veganer Parmesan. Zudem die „Pink Persia Poutine“ mit Rote-Beete-Hummus, Falafel, Quinoa und Alioli. Die Pommes lassen sich tatsächlich sowohl mit Bolognese, als auch mit den anderen Toppings sehr gut kombinieren und sorgen für eine Art Geschmacksexplosion. Besonders im Gedächtnis bleibt dabei vor allem der kartoffelige Geschmack der Pommes: Man merkt nicht nur optisch, sondern auch auf der Zunge, dass die Fritten frisch zubereitet wurden und die durchschnittliche Qualität der sonstigen Massenware übersteigen. In Sachen Optik und Geschmack hält das Frittenwerk also, was es verspricht.

Die Preise: Nicht gerade billig, aber der Geschmack macht es wett

Die Standard-Portion „Hausfritten“ mit Ketchup bekommt man für 3 Euro. Für Dips zahlt man allerdings extra, sodass man mit einer Portion Süßkartoffelpommes mit Guacamole direkt mal bei 6,40 Euro landet. Bei den Poutines geht es los mit 5,50 Euro, je nachdem, für welche Toppings man sich entscheidet. Für eine Cola zahlt man beispielsweise 2,50 Euro. Insgesamt sind die Preise für eine Portion Pommes teurer, aber durch die vielfältigen Toppings erwartet man auch ein anderes Geschmackserlebnis. Somit sind die Preise grundsätzlich in Ordnung.

Jetzt wird es ernst: Die Punktevergabe für das „Frittenwerk“

  • Location = 2
  • Service = 3
  • Geschmack = 4
  • Preis/Leistung = 4
  • Gesamtpunktzahl: 3,2 von 5 Punkten

 

Fotos: Frittenwerk Pommesmanufraktur; Kieper FilmFotografie

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