Clubsterben in Stuttgart: Braucht es einen Nachtbürgermeister?

Immer mehr Stuttgarter Clubs wie das Rocker 33 oder die Corso Bar müssen schließen – auch der Kellerklub kämpft seit längerem ums Überleben. Zudem sorgt der Lärmschutz und angedrohte Sperrzeiten für Streit in der Landeshauptstadt. Deswegen fordert der Stuttgarter Jugendrat gemeinsam mit dem Club Kollektiv einen Nachtbürgermeister, der sich den Problemen annehmen soll.

VON TIM STEIDINGER UND DAVID RAU

Der Jugendrat Stuttgart hat sich in die Debatte um das Clubsterben in der Stadt Stuttgart eingemischt. Die Nachwuchspolitiker um Sprecher Firat Yurdakul fordern einen sogenannten Nachtbürgermeister, der die Probleme wie Lärmschutz und Unterstützung für die Clubvielfalt angeht. Andere Städte in Baden-Württemberg sind im Vergleich zur Landeshauptstadt da schon ein Stück weiter. Mannheim hat den Nachtbürgermeister bereits eingeführt. Die Kritik, dass sich die aktuelle Bürgermeisterriege in Stuttgart dem Clubsterben nicht ausreichend widmet, wurde zuletzt immer größer. Mit dem Club Kollektiv hat sich eine Vereinigung gebildet, die die Interessen der Nachtclubszene gegenüber der Landeshauptstadt vertritt.

Hohe Sanierungskosten für die Oper Stuttgart sorgt für Ärger in der Subkultur-Szene

Die Meldung, dass die Sanierung der Stuttgarter Oper rund eine Milliarde Euro an Kosten verschlingen soll, sorgt für großen Ärger in der Stuttgarter Subkultur. Der Tenor: Während man selbst um jeden Cent kämpfen müsse, bekomme die Hochkultur eine kräftige Finanzspritze einfach so zugesprochen. Der Gemeinderat ist nun gefordert, dem breiten Bündnis der Subkultur die Ausgabenpolitik zu erklären und gleichzeitig einen Ansprechpartner zur Verfügung zu stellen, der sich den Problemen im Stuttgarter Nachtleben annimmt.

 

Fotos: STUGGI.TV

Reporter vor Ort Tim Steidinger

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