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Schulstart 2019: Montag und noch Ferien?

Die meisten Schüler kennen es, dieses „Morgen ist der erste Schultag“-Gefühl am letzten Sonntag der Sommerferien. Doch 2019 gibt es hier eine entscheidende Änderung: Dieses Mal beginnt das neue Schuljahr ausnahmsweise an einem Mittwoch. Was die Stuttgarter davon halten, seht ihr in unserer Umfrage.

VON SARAH LORENA WIEST UND JOHANNES FRANK

Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern ist Bildung in Deutschland Ländersache. Demnach kann jedes Bundesland eigenständig entscheiden, wann die Schulferien beginnen sollen. Wenn die Schüler in Norddeutschland ihren ersten Schultag antreten, haben im Süden Deutschlands die Schulferien oft gerade erst begonnen. Dieses Jahr ist der Termin in Baden-Württemberg besonders ungewöhnlich: Die Schule beginnt nach den Sommerferien an einem Mittwoch statt an einem Montag. Kann man die zwei Ferientage zu Beginn der Woche sinnvoll nutzen oder bleibt alles beim Alten?

Warum Baden-Württemberg und Bayern eine Extrawurst bekommen

In den Sechzigerjahren hat das Ganze noch mehr Sinn ergeben: Das späte Datum wurde damit begründet, dass die Kinder in den ländlichen Gegenden im Spätsommer bei der Ernte helfen sollten und in dieser Zeit nicht die Schulbank drücken sollten. Das wirkt heute aber eher wie Schnee von gestern.

Wer entscheidet über die Ferientermine in Baden-Württemberg?

Die Planung der Sommerferien in den einzelnen Bundesländern erfolgt auf der Kultusministerkonferenz. Dabei werden die 16 Bundesländer in fünf Ländergruppen eingeteilt, die jeweils gleichzeitig Sommerferien haben. Es wird ein rotierendes System angewandt, sodass jedes Jahr eine andere Ländergruppe zuerst drankommt. Abhängig gemacht wird der Starttermin der Sommerferien auch von den Pfingstferien, die ebenfalls nur in Bayern und Baden-Württemberg eingeplant sind. Der späte Start wird also dadurch gerechtfertigt, dass zwischen den Ferien noch genug Zeit für Unterrichtsphasen und Klausuren bleiben muss. Eins bleibt allerdings bei allen Bundesländern gleich: Die Schüler können sich überall in Deutschland über volle sechs Wochen Freizeit freuen.

 

Fotos: STUGGI.TV

Reporterin vor Ort Sarah Lorena Wiest

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