Schüler über Fridays for Future: Sinnvoll oder Schwänzerei?

Schwänzen für die Umwelt? Die „Fridays for Future“-Bewegung bewegt aktuell Schüler in ganz Deutschland. In unserer aktuellen Schultour-Ausgabe haben sich Jugendliche aus dem Sindelfinger Goldberg-Gymnasium Gedanken über„Fridays for Future“ gemacht. Sind die Demos am Freitagvormittag wichtig, um bundesweite Aufmerksamkeit zu bekommen, oder doch nur Schul-Schwänzerei? 

Was ist Fridays for Future?

Fridays for Future ist eine parteilose Bewegung von Schülern und Studenten, die die Forderung an die Politik haben, schneller etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen. Initiiert wurde das Projekt von der 16-jährigen Klima-Aktivistin Greta Thunberg, die die Aktion Fridays for Future ins Leben gerufen hat und anfing, jeden Freitag die Schule zu schwänzen. Circa 1.6 Millionen Demonstranten weltweit schlossen sich ihr an. Die Demonstrationen finden in über 125 Ländern an über 2000 Standorten statt. Durch das Schwänzen der Schule ist Fridays for Future auch in den Medien bekannt geworden und es gibt viele verschiedene Reaktionen auf die Demonstrationen. Hinter Fridays for Future stehen auch viele Wissenschaftler und Politiker.

Was fordern die Zukunftskämpfer von der Politik?

Immer mehr Schüler nehmen an der Aktion teil und demonstrieren auf den Straßen für eine bessere Klimapolitik. Aber was genau fordern sie eigentlich? Ihr oberstes Ziel ist ein schnellerer Braunkohleausstieg. Nach aktuellen Planungen soll ein vollständiger Ausstieg aus dem Braunkohleabbau in Deutschland erst 2025 stattfinden: Das ist den Teilnehmern von „FfF“ zu spät. Außer dem Braunkohleausstieg gibt es jedoch noch wenig konkrete Forderungen an die Politik, was immer wieder ein Kritikpunkt an der Schülerorganisation ist. „There is no planet B – Wir zerstören die Erde“ – das weiß mittlerweile jeder. „Aber dennoch sind wir nicht bereit, Geld in die Umwelt zu investieren. Die Regierung tut zu wenig“, sagen die Demonstranten. Die Fridays for Future-Bewegung soll das ändern.

Hat Fridays For Future mehr Effekt, wenn dafür Schule geschwänzt wird?

Dass für „FfF“ die Schulpflicht verletzt wird, ist in der Politik schon längst ein heikles Thema. Aussagen wie „Die Schüler können das doch einfach am Wochenende machen, wenn sie nicht in die Schule gehen müssen, dann können sie für die Zukunft, die ihnen so wichtig ist, auch etwas lernen“ verbreiten sich immer mehr.  Aber während der Schulzeit erregen die Demonstranten viel mehr Aufmerksamkeit. Die Politiker werden dazu gedrängt, schnell etwas gegen die Klimastreiks zu unternehmen. „Außerdem“, entgegnen die Zukunftskämpfer, „warum für eine Zukunft lernen, die nicht besteht?“

Ein Beitrag von Lara Geier, Kiara Lehmann und Jule Lenz

 

Fotos: STUGGI.TV

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