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Graffiti: Vaihinger Jugendliche machen Unterführungen bunter

Bisher waren nur illegale Graffitis in Stuttgart-Vaihingen zu sehen. Nun setzen sich die Schüler der Graffiti-AG des Hegel-Gymnasiums für eine legale Fläche ein, auf der sie ihre Werke verewigen dürfen. So eine Fläche gab es bisher nur in der „Hall of Fame“ in Bad Cannstatt. Im Rahmen der STUGGI Schultour 2018 haben wir das Hegel-Gymnasium besucht. 

VON ADINA SELMANI UND SEMRA MEDENCEVIC

Die meisten Graffitis werden illegal gesprüht. Daher stellen viele Städte legale Wände zum Sprühen zur Verfügung, um Sachbeschädigungen und Entfernungskosten zu vermeiden. Für die Entfernung illegaler Graffitis gab allein die Stadt Stuttgart im Jahr 2016 um die 250.000 Euro aus. Nur ein Prozent, etwa 2600 Euro jährlich, würde ein Mülleimer für leere Spraydosen an einer legalen Graffitifläche kosten, der regelmäßig geleert werden würde.

Der Kampf um die legale Graffitifläche

Maximilian Keck und Emil Grunenberg (beide 15) vom Hegel-Gymnasium sind beide begeistert von Graffiti. Sie setzten sich bereits vor zwei Jahren für eine Freifläche zum Sprayen in Stuttgart-Vaihingen ein. Im Jugendforum stellten die beiden Schüler stellvertretend für die Graffiti-AG des Hegel-Gymnasiums ihre Idee vor. Die Bezirksbeiräte Vaihingens unterstützten die Gymnasiasten bei ihrem Vorhaben. Für die legale Graffitifläche soll die Unterführung an der A831 bei der BMW-Niederlassung an der Ecke Kurmärkerstraße und Panzerstraße dienen. Ende Sommer letzten Jahres bekamen sie die Zustimmung, die Fläche nutzen zu dürfen.

Welches Ansehen hat Graffiti in der Gesellschaft?

Der 15-jährige Maximilian Keck hat sich schon als Kind für Graffitis interessiert. „Ich habe sie mir immer gerne angeschaut“, sagt Keck. Gemeinsam mit seinem Schulfreund Emil Grunenberg wollte er allerdings auf eine legale Fläche in Stuttgart-Vaihingen warten, ehe er seine Sprayer-Karriere startet. Zwei Jahre lang hat er sich in der Vaihinger Politik für eine Sprayfläche in Lauchhau eingesetzt, ehe diese freigegeben wurde. Vorerst jedoch nur für ein Jahr. Keck und Grunenberg wollen weiter dafür kämpfen, dass die Frist verlängert wird.

Die STUGGI Schultour 2018 wird gefördert von:

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Fotos: Privat

Projekt Schultour 2018

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