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„Mein Ding“-Besucher verteilen 30.000 Euro für Jugendprojekte

Junge Menschen haben oft gute Ideen, aber nicht das nötige Kleingeld, um diese in die Tat umzusetzen. Genau da setzt das neue Projekt „Mein Ding“ der Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft an. Bis vor Kurzem konnten sich Jugendliche mit ihrer Projektidee bewerben. Am heutigen Freitagabend haben die Besucher der „Mein Ding“-Veranstaltung im Rathaus über die Vergabe der Projektmittel in Höhe von 30.000 Euro entschieden.

VON DAVID RAU UND MARLIES GOES

Jeder anwesende Besucher der „Mein Ding“-Veranstaltung konnte an der Abstimmung über die Vergabe der 30.000 Euro im Rathaus teilnehmen. In kurzen Präsentationen stellten zehn ausgewählte Projekte ihre Vorhaben vor. Anschließend durften die Besucher in acht Wahlkabinen im Großen Sitzungswahl für drei Lieblingsprojekte votieren. Bürgermeisterin Isabel Fezer (FDP) betonte die Besonderheit der Vergabeform: „Ein großer Schritt von den Stadträten, dass sie nicht selbst über die Vergabe entscheiden, sondern es den Jugendlichen überlassen“.

Vom Zirkus-Festival bis zur „Open Mind Night“ ist alles dabei

Die Projektideen konnten unterschiedlicher nicht sein: Vier Jugendliche planen ein Zirkus-Festival, drei Jungs wollen eSports als Sportart bekannter machen, die 18-Jährige Hosnijah Mehr möchte ein internationales Poetry-Slam-Event an der VHS in Stuttgart veranstalten. „Ich möchte damit zeigen, wie unterschiedlich schön jede Sprache für sich sein kann.“ Sam Krall und Ju Nouroozi kamen von der Jugendgruppe „Queerdenker“, einem offenen Treff für homosexuelle Jugendliche, Transgender und Co. aus Stuttgart. In einer Open Mind Night ist ein „bunter Abend“ mit Dragworkshop und einem „Body Positivity“-Workshop geplant.

Jugendliche organisieren die „Mein Ding“-Veranstaltung

Die Idee von „Mein Ding“ kommt von der Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft (STJG), das Geld stammt aus dem Fond „Zukunft der Jugend“ der Landeshauptstadt Stuttgart. Zwölf Jugendliche sitzen in der Projektgruppe, die sich die Kriterien für das Ausschreibungsverfahren ausgedacht hat. Gitta Langer koordiniert für die STJG das Projekt: „Mein Ding wird grundsätzlich von Jugendlichen für Jugendliche organisiert. Wir wollen keine Scheinpartizipation und nehmen deshalb auch in Kauf, dass das Projekt möglicherweise anders umgesetzt wird, als Erwachsene sich dies vielleicht denken würden.“

Wer am Ende die Projektgelder für sich beanspruchen konnte, erfahrt ihr im Video oben.

 

Fotos: STUGGI.TV

Hinweis in eigener Sache: STUGGI.TV ist seit Januar 2016 ein Programm der Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft (STJG).
Reporter vor Ort David Rau

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